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Freiwillige Feuerwehr Neukirchen beim Heiligen Blut/Lkr. Cham - NOTRUF 112

161. Jahreshauptversammlung 2026

| Endres F. | Allgemeine Berichte

Zeitintensives Engagement im Ehrenamt prägte das Vereinsgeschehen der Freiwilligen Feuerwehr Neukirchen b. Hl. Blut im Bereich der Aktiven, sowie in der Jugend- und Kinderfeuerwehr, wie bei der 161. Jahreshauptversammlung im Gasthof „zur Linde“ zu vernehmen war. Einleitend begrüßte Vorsitzender Peter Staudacher die Ehrengäste und zahlreichen Mitglieder, die in einer Schweigeminute namentlich der Verstorbenen gedachten. Traditionsgemäß verlas Schriftführer Karl Weinberger das Protokoll der Versammlung aus dem Jahr 1926: Vor 100 Jahren war zwar „kein Brandeinsatz zu verzeichnen; der Vorstand beklagte jedoch die geringe Beteiligung an Übungen. Eine Feuerschutzabgabe soll erhoben werden. Wer nicht ausrückt wird bei der nächsten Versammlung ausgeschlossen. Auf den Ankauf einer Motorspritze wurde wegen der finanziellen Situation verzichtet“. FFW-Vorsitzender Peter Staudacher berichtete von mehreren Mitgliederbewegungen bei einem Stand von derzeit 379 Mitgliedern, und erläuterte die aktuelle Zusammensetzung der Vorstandschaft durch die Wahlen im Jahr 2025. Im Rückblick verwies er auf zahlreiche Aktivitäten und die Beteiligung an diversen Veranstaltungen. Er informierte über eine Zuwendung von 1.350 Euro aus dem Fördertopf der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE), welche für die Beschaffung eines Notebooks und eine Erneuerung der Feuerwehr-Homepage Verwendung fand. Staudacher warb um die Gunst der Mitglieder, sich in die Liste für den Arbeitseinsatz bei „Kultur im Schloss“ einzutragen. Ein weiterer Hinweis ging an jene Mitglieder, die runden Geburtstag feiern: Künftig erhält der Jubilar ein Glückwunschschreiben mit Jahresbericht. Eine persönliche Gratulation erfolgt in Zukunft nur noch auf Einladung. Ein weiteres Anliegen des Vorsitzenden ist der eingerichtete Team-Store für Jacken, Shirts etc. Die Mindestausstattung wird durch den Verein gesponsert. Eine Terminvorschau sieht die Beteiligung an Feuerwehr-Festen und sonstigen Veranstaltungen vor. In Absprache mit dem neuen Kommandanten Alois Reimer präsentierte sein Vorgänger Kommandant a.D. Bernhard Bachl die Aktivitäten der aktiven Mitglieder in seiner Amtszeit. Im Jahr 2025 zeigte die Bilanz bei sehr guter Beteiligung 862,50 Stunden an überörtlichen Lehrgängen und Ausbildungen, während die Standortübungen mit 1585 Stunden zu Buche schlugen – gemäß dem Slogan „Übung macht den Meister“. Hervorzuheben sei auch die überaus gute Zusammenarbeit mit der Bergwacht. Neuanschaffungen waren das UTV, Atemschutzausstattung und der Sprungretter, der nach Ablauf der Einsatzzeit ausgetauscht werden muss. Als neue Aufgabe wurde der Stützpunktwehr Neukirchen die Führungsunterstützung übertragen. Erstmals konnte dies bei der Gemeinschaftsübung in Vorderbuchberg geprobt werden. Etabliert hat sich nach dem Bericht von Bachl auch der Aktiven-Tag für die Familien der aktiven Mannschaft. Der ausgeschiedene Kommandant gab einen Ausblick zur Indienststellung des neuen MZF. Bei dieser Gelegenheit lobte Bachl die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat und die Unterstützung durch den Bürgermeister. Sein Dank galt den Neukirchner Bürgern für die großzügige Spendenbereitschaft, sowie den Arbeitgebern für die kostenlose Freistellung der Einsatzkräfte, die oft während der Arbeitszeit gerufen werden. Auch den Frauen/Freundinnen der Aktiven zollte Bachl seinen Respekt für das Verständnis, wenn die Partner zum Einsatz eilen. Jugendwart a.D. Florian Endres konnte von 19 Übungen mit insgesamt 279 Stunden berichten. Die aus der Taufe gehobene Gruppe „Jugend Ü16“ zeigte sehr großen Einsatzwillen. Die angehenden Feuerwehrleute werden an die verschiedenen Einsatzszenarien herangeführt. Positiv sah Endres den Jugendschnuppertag mit Vorstellung des Gerätehauses und der Fahrzeuge. Dank galt der Vorstandschaft für die Vorbereitung einer Brotzeit für die Teilnehmer. Thema war auch der Wissentest 2025 der Gemeindefeuerwehren in Neukirchen. Endres bedankte sich bei seinen Stellvertretern Leon Kraus und Lukas Hofmann für die Unterstützung und bot an, auch nach seiner Dienstzeit als Jugendwart für Fragen zur Verfügung zu stehen. Von den Aktivitäten der Kinderfeuerwehr (Sechs- bis Elfjährige) berichtete Alois Reimer, und nannte einige gemeinsame Unternehmungen mit Eschlkam und Schwarzenberg. Der Leiter der örtlichen Kindergruppe stellte mit Markus Menacher seinen Nachfolger vor. Reimer hat die Kindergruppe seit der Gründung vor vier Jahren geleitet. Er bedankte sich beim Betreuer-Team und seiner Ehefrau mit Blumen. Kassiererin Emma Schwägerl präsentierte einen soliden Kassenstand, der mit einem erfreuliche Plus abgeschlossen wurde. Kassenprüfer Josef Hofmann bestätigte eine einwandfreie Kassenführung. Die Versammlung votierte unisono für die Entlastung der gesamten Vorstandschaft. Kommandant Alois Reimer stellte die geplanten Neuanschaffungen vor. Auf Antrag des Feuerwehrvereins wird eine Wärmebildkamera für das UTV durch EU-Förderung über das Künische Gebirge mitfinanziert. Weiter werden Kommunikations-Headsets zur besseren Verständigung benötigt, sowie ein mobiler Stromerzeuger zur autarken Versorgung des MZFs für die Führungsunterstützung. Auch diesen Antrag gestattete die Versammlung einstimmig. 

Den Reigen der Grußworte eröffnete der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Furth im Wald, Josef Weindl. Er zollte der Feuerwehr großen Respekt für dieses brillant präsentierte Resultat. Der Polizeihauptkommissar stellte fest, dass bei 70 % der polizeilichen Einsätze auch die Feuerwehren gefordert seien. Dem neuen Kommandanten bot er den kurzen Dienstweg zur Zusammenarbeit an. Kreisbrandinspektor Mario Bierl stellte die beeindruckende Bilanz an geleisteten Einsatzstunden und die vorbildliche Vereinsarbeit in den Vordergrund. Der KBI bedankte sich für die Bereitstellung der Ausbilder an Lehrgängen der Inspektion und die damit verbundenen geleisteten Stunden für die Ausbildung. Lobend äußerte sich Bierl über die abgelegten Leistungsprüfungen. Der KBI teilte mit, dass das analoge Funknetz im Sommer abgeschaltet wird. Für die geleistete Arbeit in der Kindergruppe und die Aktivitäten bedankte sich der Inspektor und lobte die Zusammenarbeit von Feuerwehr und Verein in Neukirchen. Er würdigte die Kooperation mit dem scheidenden Bürgermeister und Bernhard Bachl, geprägt von großem Respekt. An die Spitze seiner Ansprache stellte Bürgermeister Markus Müller den Dank an den KFV (Kreisfeuerwehrverband) und den LFV(Landesfeuerwehrverband) für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen. Müller resümierte, dass trotz der vielen getätigten Anschaffungen während seiner Dienstzeit die Entschlüsse im Marktrat stets einstimmig getroffen wurden. Die Entscheidungen fielen nicht nur wegen der großen Beteiligung der Vereinskasse sehr leicht. Erfreulich sei zudem die Arbeit in der Jugend- und Kindergruppe. An Alois Reimer gewannt zollte der Bürgermeister allen Kommandanten und Führungskräften großen Respekt für die Übernahme eines solchen Amtes. In seinen Augen ist ein gesellschaftliches Leben ohne Ehrenamt nicht finanzierbar. Ehrenamtliche Profis und zunehmender Anspruch auf professionelle Helfer sind Realität. Zum Ende seiner Amtszeit wünschte Markus Müller dem neuen Marktrat und dem Bürgermeister dieses Einsehen über die enorme Bedeutung des Ehrenamtes. Der Schlussgedanke spiegelt die Priorität wider: „Alleine sind wir ein Tropfen - gemeinsam sind wir ein Meer“. Vorsitzender Peter Staudacher dankte dem scheidenden Bürgermeister für die nachdenklichen Worte und die Unterstützung der Feuerwehr. Als Höhepunkt des Abends waren die Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder der FFW Neukirchen zu werten.

25-jährige Vereinszugehörigkeit: Josef Baumann, Reinhard Breuherr, Daniel Geiger, Anja Schießl, Thomas Wenisch.

40 Jahre mit Urkunde: Hermann Christoph, Anton Hierl, Michael Hierl, Dr. Gerhard Kram, Christian Mühlbauer, Markus Müller, Franz Plötz, Thomas Reimer, Josef Simeth. 60 Jahre mit Urkunde: Michael Hackl.

(Text: Helga Brandl)