Freiwillige  Feuerwehr  Neukirchen  beim  Heiligen  Blut  /  Lkr.  Cham       N O T R U F  1 1 2

Jahreshauptversammlung 2018

Die Freiwillige Feuerwehr Neukirchen b. Hl. Blut zog in ihrer 154. Generalversammlung Bilanz über das vergangene Vereinsjahr. Hierzu konnte Vorstand und Kommandant Werner Bartl rund 60 Vereinsmitglieder mit Gasthaus "zur Linde" begrüßen. Berichte, Rückblick aufs Fest 2017, Grußworte der Ehrengäste sowie Ehrungen und Dankesworte standen auf der Tagesordnung.

Der Vorsitzende Werner Bartl begrüßte neben den Ehrengästen und der zahlreich erschienen Feuerwehrjugend die aktive Mannschaft und passive Mitglieder sowie die Patenbraut für das Feuerwehrfest in Rittsteig, Lisa Hierl. Kreisbrandrat Michael Stahl ließ sich entschuldigen und übermittelte die besten Grüße an die Wehr. Zum Gedenken an das im letzten Vereinsjahr verstorbenen Mitglied Johann Schmirl, welcher u.a. 18 Jahre als Vereinskassier tätig war, erhoben sich die Anwesenden von Ihren Plätzen.

Schriftführer Karl Weinberger verlas im Anschluss das Protokoll der Generalversammlung aus dem Jahre 1918. Seit letztem Jahr wird nicht mehr das Vorjahresprotokoll sondern die Niederschrift von vor 100 Jahren verlesen. Bedingt durch die harte Kriegszeit waren es nur wenige Mitglieder die der Versammlung damals beiwohnten. Die Neuwahlen wurden seinerzeit wegen "Rücksicht auf die Kriegsverhältnisse" verschoben.

Dem anschließenden Bericht des Vorsitzenden konnte entnommen werden, dass derzeit 303 Personen dem Verein angehören. Davon sind 58 aktive Feuerwehrdienstleistende sowie 19 Jugendliche. Bartl wies darauf hin, dass die als aktiv geführten Mitglieder auch tatsächlich regelmäßig Dienst leisten und nicht nur "Karteileichen" sind wie manch anderorts. Neben etlichen Geburtstagsjubilaren besuchte man im letzten Jahr auch die Festlichkeiten vieler anderer Vereine. In der Ausschau für 2018 wurde u. a. auf das 150-jährige des Inspektionsbereich Bad Kötzting, die Weihe des Rettungszentrum Furth im Wald, Fahrzeugweihe in Schwarzenberg und Ried sowie dem Jubiläum der Feuerwehr Rittsteig hingewiesen. Am 22. Juli findet dieses Jahr wieder das vereinseigene Hallenfest im Feuerwehrzentrum statt. In gewohnter Manier wird auch wieder die Bewirtung bei Kultur im Schloß übernommen. Bevor sich der Vorsitzende abschließend bei den Vereinsfunktionären und allen Mitgliedern für deren Tätigkeit bedankte ging er noch kurz auf die Erfordernisse des neuen Datenschutzgesetzes ein. 

Im Kassenbericht von Ulrike Schindlatz erfuhren die Anwesenden centgenau und detailliert die markanten Einnahmen und Ausgaben des Vorjahres. Neben den regulären Einnahmen und Ausgaben wurde die zugesicherte Beteiligung von 35.000 Euro für die Anschaffung der Drehleiter bereits vollständig an den Markt überwiesen. Den Stand der Aktivenkasse lies im Anschluss Werner Bartl wissen. Bernhard Bachl und Sepp Hofmann hatten die Kassen zuvor geprüft und bestätigten eine lückenlose und einwandfreie Kassenführung. Hofmann wies darauf hin, dass durch das Jubiläum im Vorjahr für die Kassiererin eine Menge Arbeit angefallen ist und zollte nochmals Respekt für deren Leistungen.

Von 79 Einsätzen berichtet Kommandant Werner Bartl. Aufgegliedert darstellbar mit neun Brandeinsätzen, sechs Fehlalarmen, einer Sicherheitswache sowie 63 technische Hilfeleistungen. Mit 1.517 Einsatzstunden und 942 Feuerwehrdienstleistenden liegen die Zahlen etwa im Durchschnitt der Vorjahreswerten. Bei den Bränden wurden die Großeinsätze in Schicherhof und Warzenried hervorgehoben. Erstmals in der Einsatzgeschichte arbeitete man in Warzenried mit tschechischen Feuerwehrkollegen Hand in Hand zusammen. Etliche Verkehrsunfälle forderten ebenfalls die Mannschaft. Tragisch war auch die Bergung aus einem Tiefbrunnen bei Lamberg. Eine Person konnte lebend geborgen werden, für eine weitere Person kam jegliche Hilfe leider zu spät. In etliche Einsätze konnte bereits die neue Drehleiter ihre Notwendigkeit unter Beweis stellen. So war man nicht nur bei Bränden im Einsatz sondern auch zur Gefahrenabwehr nach Sturmschäden und Personenrettung.
Nur durch regelmäßige Teilnahme an Übungen kann effizient Hilfe geleistet werden im Ernstfall. Aus diesem Grund waren es 46 Übungen welche 2017 angesetzt waren. In Summe kamen dabei 1.249 Ehrenamtsstunden zusammen. Herausragend war die gemeinsame Rettungsübung mit der Bergwachtbereitschaft Neukirchen b. Hl. Blut am Hohenbogen. Die beiden Hilfskräfte konnten sich optimal in der Bergung von verunglückten Personen ergänzen. Neben den Übungen standen noch etliche Lehrgänge und Fortbildungen auf dem Jahresprogramm. Nach 2011 konnte wieder ein kostengünstiger Vorort-Lehrgang für Drehleitermaschinisten durchgeführt werden.
Der Dank des Kommandanten galt schließlich seinem Stellvertreter Bernhard Bachl, dem 3. Kommandant Markus Müller, den Jugendwarten, Gerätewarten, dem Bürgermeister mit Gemeindeverwaltung, den Erstellern des Jahresberichtes sowie den neuen Atemschutzwarten Markus Bachl und Martin Maller als auch der überörtlichen Feuerwehrführung. Respekt zollte Bartl auch den Arbeitgebern welche für die nötige Freistellung der Feuerwehrdienstleistenden während der Arbeitszeit sorgen.

Jugendwart Herbert Laurer konnte berichten, dass aktuell 19 Jugendliche aktiv sind, davon sechs junge Damen. 12 Übungen mit 216 Stunden wurden absolviert. Vertreten war man beim Wissenstest und der Altkleidersammlung. Mit dabei war man auch bei der Aktion „saubere Landschaft“.

Festleiter Peter Staudacher blickte im Anschluss auf die Festlichkeiten 2017 zurück. Er beschränkte sich dabei auf die finanzielle Abwicklung - die nötigen Dankesworte wurden bereits beim Festabschluss gesprochen. Es gelang, die an die Gemeinde zugesicherten 35.000 Euro für die Drehleiter inkl. einiger Spenden zu erwirtschaften. Dies war jedoch nur möglich, da alleine während den Festtagen rund 2.000 Stunden ehrenamtlich geleistet wurden. Demotivierend ist dabei die Erkenntnis, dass man von dem Gewinn rund die Hälfte aus steuerlichen Gründen noch abführen muss. Als Fazit kann man unabhängig der Zahlen von unvergesslichen Festtagen sprechen die nicht nur den Verein sondern auch die Bevölkerung in ihren Bann gezogen haben.

Dem Grußwort des Bürgermeisters konnte man ebenfalls deutlich die Freude über das gelungene Fest 2017 entnehmen. Als Schirmherr war es für ihn und seine Frau Marion einzigartig und persönlich beeindruckend. Solche Feste geben der Gemeinde eine Identität und Seele. Den großartigen Besuch der Bevölkerung wertet er als Ausdruck des Dankes an die Feuerwehr. Die Anschaffung der Drehleiter war für ihn sinnvoll und bezahlbar. Dank auch an den Marktrat und die Feuerwehr für die einstimmige und komplikationsfreie Abwicklung.

Ehrenkreisbrandrat Johann Weber, welcher sich mittlerweile im „Feuerwehruhestand“ befindet, bezeichnete die Neukirchner Wehr als größte und wichtigste Bürgerinitiative in Neukirchen. „Kommpetent-Zuverlässig-Zukunftsweisend“ nannte er die stillen Helden wobei er Bartl Werner besonders hervorhob. Dieser kann 2018 auf eine mittlerweile 30jährige Tätigkeit als erster Kommandant und sechs Jahre stv. Kommandant zurück blicken. „Ihr könnt euch glücklich schätzen, so einen Kameraden in den eigenen Reihen zu haben“ sprach er aus Erfahrung. Ebenso ist es nach seiner Ansicht Zeit, die Steuergrundsätze im Hinblick auf gemeinnützige Organisationen zu überdenken. Es kann nicht sein, dass ehrenamtlich erwirtschaftetes Geld, welches dann auch wieder für die Anschaffung von Rettungsgeräte eingesetzt wird, auch noch besteuert wird!

Im weiteren Grußwort von Altbürgermeister Egid Hofmann erfuhren die Mitglieder wie es noch vor einigen Jahrzehnten zuging bei der Feuerwehr. Ebenso gab Hofmann seine Lebenserfahrung weiter und bekräftigte nochmal den Stellenwert der Feuerwehren in der Gemeinde durch die hervorragende Ausstattung. Ruhig darf man auch mal stolz sagen „Mia san mia“.

Für langjährige Treue zum Verein konnte im Anschluss ausgezeichnet werden: 60 Jahre Mitgliedschaft Hofmann Andreas sen., Hofmann Josef sen. Pongratz Ludwig sen. Für 50 Jahre Vereinszughörigkeit wurde Gutscher Sepp und Josef Pritzl ausgezeichnet. Das Ärmelabzeichen für 30 Jahre erhielt Altmann Josef. 20 Jahre: Müller Marco und Gerätewart Stefan Schindlatz.

Mit den Worten „Gott zur Ehr – dem nächsten zur Wehr“ schloß Bartl die Generalversammlung.

Jahreshauptversammlung 2018

Bild: Die Geehrten zusammen mit der Patenbraut Lisa Hierl und den Ehrengästen.

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